Datenschutz ist wichtig. Es schützt nicht nur unsere Daten, sondern vielmehr unsere Person.
Heutzutage ist es schwer zu erfassen, wo wir welche Daten hinterlassen und wer welche Daten von uns erfasst. Entsprechend ist es fast unmöglich zu überblicken, welche Informationen über uns bereits verfügbar sind und was mit diesen Informationen geschehen kann.
Geschäftsmodelle großer Unternehmen basieren heute oft auf das Sammeln und die Auswertung von Daten. Daten sind zu einem wichtigen Rohstoff geworden und besitzen einen messbaren Wert. Auch wenn diese Informationen meist nur dazu verwendet werden, auf uns zugeschnittene Werbung auszuspielen, bergen diese Daten trotzdem ein Risiko. Auch größere Unternehmen unterliegen Angriffen, bei denen Kriminelle versuchen Kundendaten zu stehlen. So können Informationen über uns auch unabsichtlich veröffentlich werden oder gar in kriminelle Hände gelangen.
Wenn Daten unterschiedlicher Herkunft schließlich zusammengeführt werden und z.B. von Regierungen gegen einzelne Personen eingesetzt werden, dann stellen diese Daten sogar eine Gefahr für Leib und Leben dar.
Umso wichtiger ist es, klare Regelungen und Gesetze zu definieren, unter welchen Voraussetzungen personenbezogene Daten verarbeitet werden dürfen. Die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist ein Beispiel für ein solches Gesetz. Die DSGVO regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten für alle Personen, Institutionen und Unternehmen, die Daten von EU-Bürgern verarbeiten wollen.
Die Rechte, die wir als Privatperson an der Verarbeitung unserer Daten haben, sind die Pflichten der Unternehmen, die sich aus der DSGVO und nationalen Datenschutzgesetzen ergeben.
„Ich habe doch nichts zu verbergen“ ist hierbei eine unüberlegte und gänzliche falsche Aussage. Denn es geht nicht darum, ob jemand etwas zu verbergen hat, sondern um das Recht der informationellen Selbstbestimmung – also selbst darüber zu entscheiden, was ich veröffentlichen möchte.
„Ich habe doch nichts zu veröffentlichen“ wäre dementsprechend eine treffendere Aussage.